Rohdatenformat DNG – Erfahrungsbericht

Vor gut 1 1/2 Jahren habe ich meine Gedanken über die Verwendung des richtigen Rohdatenformat gepostet. Da ich viel mit Nikon arbeite standen damals das Nikon RAW und das Adobe DNG im Fokus der Betrachtung. Nach dieser Zeit ist es mal an der Zeit meine Erfahrungen weiter zu geben.

Gleich zum Start, ich habe meine damalige Entscheidung nicht revidiert und wandle auch heute noch Nikon RAWs konsequent in das DNG Format um, bevor ich sie mit Lightroom und/oder Photoshop bearbeite.

Wenn es um die direkte Bildbearbeitung geht ist es mir bis heute nicht gelungen entscheidende Vorteile in der direkten Nikon-RAW Bearbeitung zu finden. Die Bildqualität ist die gleiche, die Bildatei von DNGs 40%-60% kleiner.

Der Mehraufwand für die Umwandlung hält sich in Grenzen, gibt es doch im Menü “Bibliothek” die Funktion “Foto in DNG konvertieren”. Das Händling ist so einfach, das kein signifikanter Mehraufwand zur reinen RAW Verarbeitung entsteht.

Lightroom Befehl zur Konvertierung des Rohdatenformats

Bessere Performance mit dem DNG Rohdatenformat ?

Im Netz findet ihr Darstellungen, daß DNG in Lightroom schneller geöffnet wird und sich auch flüssiger bearbeiten lässt als die RAWs. Bei den neueren Lightroomversionen kann ich diese Aussagen nicht bestätigen. Ich habe euch mal meine Leistungseinstellungen aus den Voreinstellungen von Lightroom gepostet. Damit habe ich keine Perfomanceunterschiede mehr die ich ins Feld führen könnte.

Lightroom Voreinstellung für eine schnelle Bearbeitung

Als DNG mich rettete !

Dann kam der Tag als mich das DNG vollumfänglich überzeugt hat. Adobe zerschoss mir mit einem Update den Katalog. Alle Einstellungen an den RAWs waren zerstört. Ich konnte mir zwar noch die RAW Dateien anschauen, aber die gesamten Bildbearbeitungen waren unwiederbringlich verloren. Das waren Wochen von Arbeit, einfach futsch. Auch die regelmäßige Datensicherung konnten mich nicht retten.

Anders die DNG Dateien. Lightroom speichert die Metadaten und Entwicklungseinstellungen direkt im DNG-File. Bei den RAW Formaten erfolgt dies dahingehend in sogenannten XMP-Sidecars, die an den Katalogen angehängt sind. Auch funktionierte das Update mit den Adobe eigenen DNGs problemlos. Die Einstellungen und Metadaten waren bei den DNGs noch alle verfügbar.

Der Frust über die verlorenen Einstellungen an den RAWs war groß, am Ende bedeutete das auch ein richtiger Schaden.

Zusammenfassend hat sich meine Einstellung zu dem Rohdatenformat DNG in den letzten 2 Jahren gefestigt. Qualitätseinbußen konnte ich nicht feststellen. Die Umwandlung aus anderen RAW Formaten ist einfach und kostet nur wenig Mehraufwand wenn man sich ein wenig organisiert. Die Performance in der Bildbearbeitung ist die gleiche. Mit den DNGs bekommt man allerdings 2 Vorteile:

  1. Liefert Adobe mal wieder ein Updates mit ein paar Problemen, so sollte man mit dem DNG Format eher auf der sicheren Seite.
  2. Die Bilddateien sind deutlich kleiner was ihr Handling vereinfacht.
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