„Ich kann sagen, daß ich nur in Rom empfunden habe, was eigentlich ein Mensch sei.“ So drückte sich Wolfgang von Goethe aus, wenn er von Rom berichtete.

Im Oktober 2017 hatte ich beruflich in Rom zu tun und eigentlich keine Zeit zum Fotografieren. Das Hotel war fußläufig vom Vatikan entfernt, und trotz aller Hektik fand ich dann doch Zeit für einen kurzen Spaziergang zum Petersdom.

Rom, die ewige Stadt

Goethes Meinung folgte ich allerdings nicht. Das Menschsein war am Petersdom nicht anders als an anderen Orten und ein schöner Spaziergang in den Bergen kann bei mir mehr Hochgefühl auslösen als das katholische Treiben.

Nichts desto trotz hat dieser Platz etwas Magisches. Ich stellte mich nach dem Besuch des Doms zwischen die Menschen auf dem Petersplatz. Hielt locker meine Kamera in der Hand und saugte die Atmosphäre auf. Jaaa, daß hat was babylonisches. Asiaten, Europäer, Amerikaner, Afrikaner oder was weiß ich für Volksgruppen ließen sich hier treiben. Stimmgewirr aller Kontinente klangen in meine Ohren. Alles zusammen machte es aus, dieses Peterplatzgefühl.

Eigentlich will ich doch nur fotografieren

Nun war ich zum Fotografieren hierhergekommen und hielt die Augen offen nach einer interessanten Scene. Die Einen hasten, die Anderen verweilen und schon war die Idee da. Ich brauchte ein paar Menschen die sich bewegten, andere die still standen und im Hintergrund die Gebäude des Vatikans. Tiefenschärfe wäre auch gut, um die Konzentration des Bildes auf die Bewegung zu legen. Ich wählte Blende f16, Verschlußzeit 1/5 sec bei ISO 50 und machte ein paar Probeaufnahmen mit der Nikon D800 / Zeiss 35mm f1.4.

Auf den Gängen zwischen den Stühlen fand ich dann die Scene die alles hatte. Hier konnte ich die Kamera auf eine der Absperrungen ablegen um ein verwackeln zu vermeiden.

Petersplatz

 

Lightroom Classic CC im Einsatz

Zuhause angekommen, sollte Lightroom Classic CC den letzten Schliff bringen. Erstmal das Format. 1:1 Seitenverhältnis betont meines Erachtens die Tiefe eines Bildes stärker. Die Augen können dann nicht von links nach rechts wandern sondern eher von vorne nach hinten.

Jetzt Farblook. Strassenfotografie ist für mich knallig bunt oder SchwarzWeiss. In diesem Fall entschied ich mich für bunt. Lichter reduzieren, damit die Flächen etwas strukturierter sind, Tiefen anheben und Weiß reinkippen. Das waren die grundsätzlichen Einstellungen.

Der besondere Pfiff kommt dann über die Gradationskurve. Mit RGB leicht Kontrast steigern und die Farbkanäle gleichmäßig in Tiefen und Lichter beschneiden. Das steigert den Farbkontrast und sorgt für poppige Farben. Dann noch die Mitten in den Farbkanälen leicht anheben. Bisschen schärfen und eine leichte Vignette um das Bild tiefer wirken zu lassen. Fertig war mein Rom-Bild !

Rom - Die Geschichte hintern den Bildern

 

 

Treiben am Tiber

Hier noch einige Bilder vom spazieren am Tiber auf dem Rückweg zum Hotel.

Rom

Rom

Rom

Tiber

Rom - Die Geschichte hintern den Bildern

 

Augustusforum

Rom

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