Warum nicht mal Sportfotografie beim Handball anders betreiben ! Scharfe Bilder machen doch alle, Pixel bis ins Detail kann auch fast jeder.

So oder ähnlich ging es mir durch den Kopf als ich mich mal wieder in die Reihe einiger Sportfotografen stellte um ein Handballspiel fotografisch festzuhalten. Mit anderen Fotografen kommt man dann immer schnell ins Gespräch, welche Blende nimmst Du denn, ist ISO 2000 ok, usw usw. Am Ende sind dann alle Bilder vergleichbar oder nichts außergewöhnliches. Vielleicht gelingt es ja eine kleine Storie in das Bild zu packen zb den Spieler der gerade das entscheidende Tor warf im Jubel. Naja alles schön aber auch schon tausendmal gesehen.

Mir ging die Frage durch den Kopf wie man die Faszination dieses Sportes anders einfangen kann. Da ich mich gerne mit Layern und Unschärfen beschäftige reifte in mir eine Bildidee die genau dort ansetzt. Eine extreme Tiefenunschärfe, Farben die die Dynamik unterstreichen und Layer die im Zusammenhang mit Handball stehen.

Um in den Bildern eine gute Grundlagen zu legen wählte ich das Nikkor 70-200 f2,8. Blende schwankte von 2,8 bis 4. Teilweise fokussierte ich manuell, bekam dann aber mehr Ausschuß was ich gerne in Kauf nahm. Als Layer diente mir das Netz hinter dem Tor, hinter dem ich mich so positionierte das es mehr oder weniger im unscharfen lag.

Sporthallen sind für Fotografen eine Katastrophe. Es gibt in der Regel wenig Licht, dann wird dieses noch von bunten Flächen in den schönsten Farben reflektiert. Einen vernünftigen Weißabgleich hin zu bekommen ist da schon eine echte Herausforderung. In meinem Fall entschied ich mich dafür die Bilder immer auszubelichten. Später hob ich dann noch die Mittentöne an. Am Ende wird aber immer dieses cremige Flair in den Bilder bleiben. Eine Atmosphäre die aber auch so in den meisten Sporthallen vorhanden ist.

Mehr Sportfotografie findet ihr hier

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.