Wer sich mit Sportfotografie und Handball beschäftigt, kennt die damit verbundenen Herausforderungen. Viel zu wenig Licht und schnelle Aktionen, die den Autofokus an seine Grenzen bringt.

Nach einigem Experimenten habe ich jetzt einen Workflow gefunden, mit dem sich die Ausbeute an brauchbaren Bildern deutlich steigern lässt.

 

Objektiv und Standort

Als Objektiv kommt eine 35mm oder 50mm Festbrennweite zum Einsatz. Die beste Aufnahmeposition für actiongeladene Handballbilder ist neben den Toren Aber Achtung, Sportfotografie kann gefährlich sein, hier fliegt euch auch mal ein Ball um die Ohren. Der Autofokus wird ausgeschaltet. Die Entfernung für scharfe Bilder wird manuell auf ca 7m eingestellt, dort geschehen in der Regel die besten Szenen.

 

Belichtung und Einstellung

Auch die Belichtung wird auf manuell gestellt. Als Blende wird ein Wert gewählt, der eine Tiefenschärfe von ca 5-10m garantiert. Das sollte in der Regel bei f3,5-f4 gewährleistet sein. Damit die Bilder trotz der hohen Geschwindigkeit des Handballsports knackscharf werden, empfiehlt sich eine Verschlußzeit von 1/500sec. Für ausreichende Belichtung sorgt nun ein ISO-Wert von 1000 – 2000. Ein wenig Unterbelichten ist dabei gar nicht so schlimm, da man dass ja dann mit Lightroom noch korrigieren kann. Die Aufnahmen werden im RAW-Format gemacht, damit bei der späteren Bearbeitung in Lightroom die besten Korrekturmöglichkeiten vorhanden sind.

Hier ein Beispiel, welche Bilder diese Einstellungen liefern:

 

In Lightroom korrigiert man nun ein wenig die Belichtung, erhöht die Schärfe (Betrag 60, Radius 1,0, Details 50) und führt eine deutliche Rauschreduzierung durch (Luminanz 50, Details 50). Dann schneidet man sich den Bildausschnitt so hin, dass ein Action Bild entsteht. So sieht es dann aus:

 

Hier noch mehr Beispiele für diesen Sportfotografie – Workflow:

Links: 35mm, Leica-Look

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