NX-Studio vs Lightroom – Mit 1-Klick zum fertigen Bild

Wer Nikon Equipment nutzt steht automatisch vor der Frage NX-Studio oder Lightroom. Mich verwundert das Nikon so tapfer an ihrem NX-Studio festhält. Irgendwie gibt es seit Jahren keine Überarbeitung der Bildbearbeitungstools. Es sind immer noch die gleichen Werkzeuge wie bei Capture NX, welches vor einer halben Ewigkeit vom Markt genommen wurde.

Also, was treibt Nikon? Mir ging diese Frage etwas intensiver durch den Kopf als Lightroom ihre KI Strategie präsentierte. Man hat den Eindruck, das Adobe Schritt für Schritt auf eine Ein-Klick-Bildbearbeitung hingeht. In der Zwischenzeit passt man die Bilder durch drücken des Auto-Buttons an. Das geht schnell und liefert ein gutes Ergebnis was in 90% der Fälle sofort nutzbar ist. Man spart damit viel Zeit was manchmal ja auch nicht schlecht ist.

Lightroom Menue
Drück man rechts Oben auf den “Auto” – Button wird automatisch eine recht komplexe Bildbearbeitung durchgeführt.

NX-Studio hatte das aber doch schon mit seiner ersten Version. Vielleicht nicht mit einem Klick aber über die richtige Einstellung wie zb Picture Control = Automatisch und Active D-Lighting = Normal. Das geht allerdings nur, wenn die Bilder im NEF-Format aufgenommen sind, was aber kein Problem sein sollte.

NX-Studio Menue
Picture Control und Active D-Lighting richtig einstellen

NX Studio im Vergleich zu Lightroom

  1. Beispiel – Links Lightroom, rechts NX-Studio welches etwas knackiger wirkt

2. Beispiel – Auch hier ist das NX-Studio Bild etwas knackiger. Die Farben wirken frischer und klarer

3. Beispiel – Hier eine Aufnahme mit sehr hohem ISO, Lightroom versagt leider komplett

4. Beispiel – Lightroom geht etwas in den HDR – Look, NXS liefert sauber ab

NX-Studio, das neue 1 Klick Wonder

Nach dem Vergleich ist NX-Studio das klare 1-Klick-Wonder und landet einen sauberen 4-0 Sieg. Braucht man ein Bild, mehr oder weniger direkt aus der Kamera, genau für diesen Fall ist NX-Studio eine richtig gute Anwendung. Die Einstellungen in Picture Control und D-Lighting kann man aber auch direkt in der Kamera vornehmen, damit sollte man dann die gleiche Qualität mit Out-of-Cam hinbekommen. Lightroom erscheint für diesen Anwendungsfall vollkommen über bestimmt.

Anders wird es wenn man über Styles redet. Also wenn man den Bildern eine besondere Haptik geben will. Klar, eine Anpassung der Kurven ist auch mit NX-Studio möglich, sogar sehr gut. Aber detaillierte Schatten aufhellen, einzelne Farben anpassen, selektiv arbeiten…. da hat Lightroom sowas von die Nase vorn. NX-Studio ist da auf dem Niveau einer Dampfmaschine und das in der Zeit der Hochgeschwindigkeitszüge.

Schade, das Nikon an diesem Punkt jede Entwicklung eingestellt hat. Fuji ist da vielleicht ein besseres Beispiel. Bauen sie doch ihre Film-Presets direkt in die Kamera ein. Man kann gespannt sein wie Nikon sich weiter entwickelt. Volle Konzentration auf tolle Objektive und Kameras, oder zusätzlich doch etwas mehr Brain in die Software.

Links

Ein weiterer Erfahrungsbericht von NX-Studio findet ihr hier

Alles über NX-Studio von der Nikon Homepage findet ihr hier

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